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allgemeine Daten

Lage

Die Dominikanische Republik liegt in der Karibik und nimmt knapp 2/3 der Insel Hispaniola ein. Sie grenzt im Westen an Haiti, im Norden an den Atlantischen Ozean, im Osten und Süden an das Karibische Meer.

Fläche

48 422 km².

Bevölkerung

ca. 7,4 Millionen Einwohner.

Städte

Santo Domingo (Hauptstadt) einschließlich Einzugsgebiet ca. 2,5 Mill. Einwohner

Santiago de los Caballeros 550 000 Einwohner
La Romana ca. 132 700 Einwohner
San Pedro de Macoris ca. 124 000 Einwohner
San Francisco de Macoris ca. 70 000 Einwohner
Concepcion de la Vega ca. 53 000 Einwohner

Sprache

Spanisch. In Touristenhotels/-zentren auch Englisch, teilweise auch Deutsch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -5 Std. (während der europäischen Sommerzeit -6 Std.).

Klimainformationen

Tropisches Klima. Durch die Seewinde wird das feuchtheiße Küstenklima gemildert und erträglich.

Heißeste Zeit: Mai bis Oktober; Tagestemperaturen zwischen 30 und 35°C bei hoher Luftfeuchtigkeit. Regenzeit (kurze, aber heftige Regenfälle) Mai bis September. In den Wintermonaten (Trockenzeit) beträgt die Tagesdurchschnittstemperatur 24 bis 28°C.

Kleidung

Leichte, gut waschbare, atmungsaktive Kleidung ist das ganze Jahr über erforderlich. Für die Abende in den Monaten November bis Februar sowie für klimatisierte Räume auch leichte Pullover und Jacken mitführen. Regen- und Sonnenschutz ganzjährig. Jacken und Pullover nötig auch für Ausflüge in die Bergwelt der Dominik. Republik (Pico Duarte 3175 m hoch).

Stromspannung

110/120 Volt Wechselstrom, 60 Hz; amerikanische Stecker. Adapter sind mitzuführen.

Telefon

Vorwahl von Deutschland zur Dominikanische Republik: 001809. Vorwahl aus der Dominikanischen Republik nach Deutschland: 01149. Die Gesellschaft CODETEL bietet Telefonkarten an. Sie bieten die preiswerteste Möglichkeit, Europa anzurufen. Die Hotels haben keine einheitlichen Preise, doch sind diese durchweg höher.

Feiertage

1., 6., 21. Januar, 27. Februar, Gründonnerstag, Karfreitag (die ganze Osterwoche ist für Geschäftsreisen ungeeignet), 1. Mai, Fronleichnam, 16. August, 24. September, 25. und 26. Dezember.

Öffnungszeiten

Banken - meist Mo bis Fr 8.30-14.30 Uhr; Regierungsbüros - Mo bis Fr 7.30-14.30 Uhr; andere Büros - teils 8-12, 14-18 Uhr, teils 8/9-16/17 Uhr.

Geschichte/Politik

Kolumbus entdeckte die Insel - die er "Hispaniola" nannte - 1492. Schon vier Jahre später wurde Santo Domingo de Guzman gegründet. 1697 teilten sich Frankreich und Spanien die Insel; Frankreichs Teil war das heutige Haiti, Spaniens Teil die heutige Dominikanische Republik. 1795 fiel der spanische Teil an Frankreich, 1809 nach Spanien zurück, 1821 war Santo Domingo - wie der ganze Inselteil damals hieß - vorübergehend unabhängig; dann 22 Jahre lang unter die Herrschaft von Haiti. 1844 kam die Unabhängigkeit und Santo Domingo wurde Republik. Nach 17 Jahren kam die Insel zunächst unter spanische, dann unter US-amerikanische Herrschaft. 1924 wurde Santo Domingo wieder frei, aber als Militärdiktatur. 1966 gab es eine neue Verfassung, und nun ist diese Hälfte der Insel eine ganz normale demokratische Republik.

Wirtschaft

Die Dominikanische Republik ist Rohstoff-Lieferant. Für den Export baut man Eisen, Gold und Silber ab. Auch die Landwirtschaft mit dem Anbau von Zuckerrohr spielt eine wichtige Rolle. Außerdem werden Kaffee, Kakao, Fleisch, Früchte und Gemüse exportiert. Die Viehwirtschaft beschränkt sich auf die Zucht von Rindern und Schweinen. Der ehemalige Holzreichtum ist durch Raubbau auf 13% der Landesfläche abgesunken; man versucht Aufforstungen. Seit einigen Jahren boomt der Tourismus. Er ist heute die Hauptindustrie der Dominikanischen Republik und der wichtigste Devisenbringer. Der Fremdenverkehr wächst jährlich um rund 5%, teilweise sogar darüber hinaus. Immerhin bietet die Dominikanische Republik in 44 000 Zimmern die meisten Betten aller Destinationen der Karibik an.

Vegetation

Tiefster Punkt der Dominikanischen Republik ist der Enriquillo-See (40 m unter dem Meeresspiegel) der höchste der Gipfel des Pico Duarte (3175 m). Die unterschiedlichen Höhenlagen in abwechslungsreichem und ausreichend feuchtem Klima sorgen für zahlreiche Klimazonen - von der Steppe bis zum feuchten Dschungel. Mit 8000 Pflanzenarten, dreimal mehr als Europa hat, bietet die Insel eine erstaunliche Vielfalt. Die Pflanzenwelt ist überwiegend tropisch, üppig und vielfältig. Man sieht vor allem Königspalmen, Kokospalmen, Flammenbäume, Mangroven, Mangobäume und Orangenbäume und Zedern, dazu Karibische Pinien in den Bergen sowie Kakteen in den regenarmen Regionen des Südwestens und Nordwestens. Orchideen (300 verschiedene Arten) blühen nahezu überall.

Tierwelt

Große wilde Tiere gibt es in freier Natur nicht mehr, wohl aber Leguane, Krokodile und viele Vögel - besonders Papageien, Kolibris, Störche, Pelikane und Nachtigallen. Schlangen sind zahlreich, aber keine einzige ist giftig. Sehr reich ist die Tierwelt im Wasser. Außer Delphinen begegnet man Barracudas, Schildkröten und allen Arten von Krustentieren, Langusten, Thunfische, Sägebarsche und Garnelen. Die Bucht von Samana wird von Buckelwalen bevorzugt, die sich dort im Winter paaren.

Kulinarisches

Ihrer Land- und Viehwirtschaft sowie ihren fischreichen Gewässern verdankt die dominikanische Küche eine breite Palette guter Gerichte, bei denen auch indianische, europäische und afrikanische Einflüsse eine Rolle spielen. Im Grund ist die Küche kreolisch, aber nur selten scharf gewürzt. Typische Gerichte sind Fisch mit Kokosnuss oder auch "La Bandera", das in vielen Familien tägliche Gericht aus Fleisch, Bohnen und Reis. "Chicharon de Cerdo" ist marinierte Schweineschwarte. "Chen Chen" besteht aus kleinen, in einer Gewürzmarinade weichgekochten Maisstückchen, die zu Ziegenfleisch serviert werden. "Chaca" ist eine Süßspeise aus Mais, Milch, Zucker, Zimt und Kokosnuss. Viele Spezialitäten haben die Kochbanane als Grundlage - man isst sie als Püree oder in der Form von Pasteten, die in Bananenblätter gewickelt und in Salzwasser gekocht werden. Getrunken werden Fruchtsäfte, Papaya, Orangen, Ananas und Passionsfrucht; außerdem Kokosmilch. Es gibt gutes Bier, aber auch Rum, der oft gemischt als "Pina Colada" oder "Cuba-Libre" (mit Cola) getrunken wird.

Sitten und Gebräuche

Musik und Tanz bilden einen wesentliche Bestandteile im Leben der Dominikaner. Am besten merkt man das an der Merengue, die überall getanzt wird und längst auch in den Hotels auf der Insel selbstverständlich geworden ist. Mehrere Einflüsse haben zu der speziell dominikanischen Musik und dem Tanz geführt - der französische Salon-Tanz ebenso wie die italienische Barcarola, wie alte Indianerlieder, afrikanische und natürlich auch spanische Elemente. Den afrikanischen Einfluss erkennt man vor allem bei den rituellen Tänzen. Die Neigung zu ausdrucksstarker Musik und Tanz führt ganz von selbst zu vielen Festen, die überall im Land gefeiert werden. Am turbulentesten ist es beim Karneval mit kräftigen Farben, lauter Musik, aber auch starker Fröhlichkeit und religiösen Elementen. Denn ursprünglich war der Karneval auf der Insel ein religiöses Fest am Karfreitag. Jetzt beginnt er immer schon am 27. Februar, dem Tag der Unabhängigkeitserklärung. Der populärste Karneval wird in La Vega gefeiert. Er zieht regelmäßig tausende von Menschen an. Einen weiteren wichtigen Platz im Leben der Dominikaner nimmt die Kunst ein. Viele ganz einsame Bewohner der Insel haben eine ausgeprägte künstlerische Ader, die sich in alltäglichen Dingen offenbart: in den buntbemalten Häusern ebenso wie im Arrangement eines Blumenstraußes.

Souvenirs

Ein typisches Souvenir ist Bernstein, der hier gefunden wird und in einzelnen Stücken, aber auch zu Ketten oder anderem Schmuck verarbeitet, verkauft wird. Manche Bernsteinbrocken, die man ausgräbt, sind so groß, dass daraus sogar kleine Behälter geschliffen werden können. Wie den Bernstein, so bekommt man auch den Larimar, einen himmelblau schimmernden Halbedelstein, in vielen Kunsthandwerksläden. Ihn wie den einzigartigen blauen Bernstein fand man bisher nur in der Dominikanischen Republik. Die haben allerdings ihren Preis. Außerdem gibt es überall auf der Insel Töpferwaren, Korbflechtwaren und originelle kreolische Puppen. Auf Plätzen und am Straßenrand werden Bilder in allen Größen (bis hinunter zum Postkarten-Format) verkauft.

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